Gut gemacht!

 

Gärten voller Leben, heimischer Blühvielfalt für Wildbienen & co. Wie das geht zeigen wir anhand ausgewählte Best-Practice-Beispiele - vielleicht auch bald Ihre Fläche? Bitte melden!

Die meisten Beiträge sind im Titel zu weiterführenden Informationen verlinkt und werden laufend ergänzt.

 

 

Vielfaltsoase für Hummeln & Co

Jede Menge Nist- & Versteckmöglichkeiten für Wildbienen gibts im Garten von Daniela in Sierndorf:  Totholz, unaufgeräumte Ecken, eine Bienentränke, viele Blühpflanzen, blühende Kräuter und Wildkräuter als Nahrungsquelle.

Es wird selten und immer nur auf kleinen Flächen gemäht und natürlich kommt keiner Chemie zum Einsatz: Insektizide-, Herbizide, Fungizide oder Kunstdünger kommen nicht infrage. Aufmerksames Beobachten, aber kein Eingreifen steht auf dem Programm. Daniela ist stolzt auf iheren 200 Quadratmeter großen Garten: eine "Oase inmitten der Agrarwüste", in der es blüht, summt, brummt und flattert, wie sie sagt.

 

www.bienenwiese.at (OÖ)

Astrid Miglar macht ihre Wiese für die Wildbienen flott. In ihrem Garten darf hemmungslos geblüht werden. Nicht nur Natternkopf, Klappertopf, Taubenkropf-Leimkraut, Wiesenglockenblumen, Thymian, Hundspetersilie, Storchschnabel, wilde Malve & Co, auch äußerst wilde Wildrosen, Bäume & Sträucher, auf die geflogen werden darf. Mit ihrer Bienenwiese und den darin "wohnenden" Pflanzen hilft sie den Bienen und vielerlei mitlebenden Insekten und berichtet im Bienenwiesen(b)logbuch darüber. Sie stellt auch ihr Lebensumfeld - Reichraming und das Hintergebirge - vor und bietet Wissenswertes und Unterhaltsames über "Bienen und Blumen und..."

Blumiges Frühlingserwachen in der Eisenstraße (Stmk)

Durch ein Naturschutzprojekt soll im Frühjahr ein Krokusblütenmeer entstehen: Im elterlichen Garten und in Volksschulen und Kindergärten im Bezirk Leoben haben Kinder   insgesamt 15.000 Krokuszwiebeln gesetzt, um Bienen, Schmetterlinge und Co. als unverzichtbare Gartenhelfer zu fördern. Der Rückgang dieser Insekten ist Anlass für das Projekt "Blühende Gemeinde für Bienen & Co". Die Idee kommt von der Bienenschutzfond-Initiative des Naturschutzbundes. Durchgeführt wurde das Projekt bereits im Zillertal, wo es großen Anklang fand. Nun hat es den Weg in die steirische Eisenstraße gefunden.

Die Hauswiese als Blumenparadies (Bgl)

Seit mehr als 30 Jahren pflegen und erhalten die Weinzettls die etwa 2.000 m² große Grünfläche, die ihr Haus in Willersdorf, Gemeinde Oberschützen, im Sinne einer traditionellen Wiese einrahmt. Die ersten Sämereien kamen mit einem verheerenden Hochwasser aus der Umgebung. Höher gelegene Flächen sind mit gebietsheimischem Material in Form von Heublumen neu begrünt worden. Um die Naturwiese auszuhagern wurde anfangs öfter gemäht, inzwischen nur noch zweimal im Jahr mit einem Balkenmäher, wobei die erste Mahd sehr spät und zeitlich gestaffelt erfolgt. So hat sich eine einzigartige Blütenpracht entwickelt - speziell im Frühjahr ist der Garten ein Eldorado heute schon sehr seltener Blütenpflanzen.

Garten für die Vielfalt (NÖ)

Mit ihrem 250 m² große Privatgarten in Tulln wollen Susanne und Mathias Kropf vor allem die biologische Vielfalt fördern. Sie haben auf engstem Raum verschiedenste Naturgarten-Elemente angelegt: An den großen Nützlingshotels haben sich bemerkenswert große Populationen von Wildbienen, Grabwespen und anderen Insekten angesiedelt und in den Steinmauern tummeln sich Zauneidechsen. Dazu kommen  Gemüse- und Kräuterbeete, Wildsträucher, Beerensträucher und Obstbäume, Komposthaufen, eine Rambler-Rose und viel Totholz

Schaugarten für Mensch und Natur (NÖ)

Mit ihrem prächtig blühenden Schaugarten in Böheimkirchen beweist Margit Stich, dass man für ein solches Paradies weder Chemie noch Mineraldünger braucht – bei ihr spielt Vielfalt die wichtigste Rolle. Gemüse- und Nutzpflanzen sind willkommene Küchenzutaten, Duft- und Blütenpflanzen „Seelenfutter“ für die begeisterte Hobbygärtnerin. Die Kräuterecke, überall eingestreute einjährige Blumen, Obstbäume und eine Blumenwiese bieten Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andern unentbehrlichn Helfer, die das biologische Gleichgewicht im Gartens aufrechterhalten.

Waldgarten Tripstrü(Stmk)

2009 bestand die Fläche 90% aus Goldrute, der Rest war Schilf. Nach einer Radikalrasur mit einem Mulcher und dem Wegbringen des Materials begann ein jahrelanger Prozess der Aushagerung durch vielmalige Mahd mit dem Motormäher. So hat sich eine schöne Wildblumenwiese mit Margeriten, Knäuelglockenblumen, Kreuzblümchen, Wundklee, Iris, Akelei und Rittersporn eingestellt, wo 2-3mal im Jahr gemäht und das frische Gras an die Pferde verfüttert wird. Der Waldgarten von Wald- und Kräuterpädagogin Nestler ist auch Lern- und Erlebnisort für Kinder.