Gut gemacht: Initiativen

Ausgewählte Best-Practice- Initiativen stellen wir hier vor.

Die Beiträge sind im Titel zu weiterführenden Informationen verlinkt und werden laufend ergänzt.

© Verein Wiesenintiative

Regionales Wiesensaatgut (Bgl)
Der Verein Wieseninitiative will die bunten Blumenwiesen des Südburgenlandes nicht nur erhalten, sondern sogar vermehren! Deshalb arbeite er daran, das passende Wildblumensaatgut von Pflanzen aus der Region zu gewinnen, die sich an die Besonderheiten der Region, an die Standorte und an das lokale Klima angepasst haben. In einem aktuellen Projekt testen die Mitglieder verschiedene Techniken, um regionales Wiesen-Saatgut zu gewinnen und entwickeln sie weiter. Dazu gehören Wiesendrusch, Samenernte mit einem Wiesensamen-Bürstgerät, Mähgutübertragung und Handernte. Das gewonnene Mähgut wird auf Probeflächen angebaut. Ein begleitendes Monitoring hilft, die Effizienz der einzelnen Maßnahmen beurteilen zu können. Einen Teil der regionalen Wildkräutersamen packt der Verein ab und bietet sie in Kleinmengen für Privatgartenbesitzer in der Region an.

© zamut & thema:natur
Insektenleben
Seit Jahrzehnten gehen Insektenarten und ihre Bestände massiv zurück. 25 PartnerInnen setzen diesem Verlust im Rahmen von Insekten-Leben neue Ideen und Aktivitäten zum Schutz der Sechsbeiner entgegen. In dem Pilotprojekt arbeiten sie daran ein Mosaik von Flächen aufzubauen, in denen Insekten Rückzugs- und Fortpflanzungsmögichkeiten finden. In fünf Regionen wird breit über Insekten informiert und die Bevölkerung motiviert, Lebensräume für Insekten zu schaffen. Mitmachen sollen dabei möglichst viele, vom Balkongärtner bis zur Bäuerin. Wie Insekten zum Leben verholfen wird, ist dabei ganz unterschiedlich. Für den einen ist es das wilde Ecke im Garten“, für andere „ein Blühstreifen auf dem Feld“. Nichts ist zu klein oder zu unbedeutend. Und wenn dann bei den Nachbarn darüber geredet wird, Mitmachen ist die Devise - auch für den Nachbarn.


© Oliver Zweidick
Wildbienen auf Naturschutzbund-Flächen
In einem aktuellen Projekt erheben Experten die Vielfalt von Wildbienen und anderen sechsbeinigen Bestäubern auf den Eigengrundstücken des Naturschutzbund Steiermark und erarbeiten Pflegemaßnahmen, um die Bestäubervielfalt der Flächen zu schützen und zu fördern. Durchgeführt werden die Erhebungen auf ca. 75 unterschiedlichsten Grünland-Lebensräumen, die sich im Besitz des Naturschutzbundes befinden. Das Projekt liefert mit den Informationen über die Artenausstattung auch Daten für künftige Rote Listen von Wildbienen. Außerdem werden Pflegemaßnahmen identifiziert, mit denen Bienen & Co am besten geholfen werden kann. Diese Managementpläne sollen auch auf andere Gebiete übertragbar sein. Und nicht zuletzt macht das „Bestäuberprojekt“ auch Werbung für eine für naturnahe und vielfältige, summende und brummende Kulturlandschaft.
 

© Arge NATURSCHUTZ
Neue Blumenwiesen für Kärnten
In Kärnten sollen wieder echte Wiesen entstehen - solche, die nicht nur schön, sondern auch gut für die Natur sind. Deshalb wird jetzt von der Naturschutzabteilung im Land Kärnten die fachgerechte Anlage bunter Blumenwiesen gefördert und von der Arge NATURSCHUTZ begleitet. Sämtliche Erstmaßnahmen zur Anlage werden zu 100 Prozent gefördert – neben dem Saatgut und der Bodenvorbereitung auch Beratung, Koordination und Baubegleitung. Fräsen, Umbruch, Oberbodenabtrag, Einsaat oder Walzen werden mit örtlichen Unternehmen durchgeführt.
Mitmachen kann beim Projekt „Blumenwiesen Kärnten“ jeder, der eine passende Fläche hat, die nicht mit Gehölzen bewachsen oder als Bauland gewidmet ist, etwa nicht allzu steile Äcker, bestehende Wiesen, Hausgärten oder auch Firmengelände. Über die Teilnahme am Programm entscheidet eine Fachjury.
Mehr Informationen gibt’s bei der Arge NATURSCHUTZ.


© Naturschutzbund Steiermark

Blühende und Summende Steiermark
Damit bunte Wiesen nicht nur eine schöne Erinnerung an die Kindheit bleiben, dafür sorgt auch heuer wieder die Kampagne des Naturschutzbundes, bei der Wildpflanzen verteilt werden. Um gegen das Insektensterben aufzutreten, hat man erfolgreich Gemeinden ins Boot zu geholt, die in allen Bezirken aktiv mitgemacht und die Blütenvielfalt mit Wildblumen und -kräutern gefördert haben.Die Bilanz kann sich auch heuer wirklich sehen lassen: 161 steirische Gemeinden haben mitgemacht und 80.000 Wildpflanzen gesetzt. Ein großes Lob an unsere engagierten Bürgermeister, dankt Projektkoordinatorin Christine Podlipnig den Gemeinden.



@ ÖBf

100.000 heimische Bäume und Sträucher
Schneebirne, Flaumeiche oder Blasenstrauch – klingende Namen von heimischen Bäumen und Sträuchern, die in Österreichs Wäldern selten geworden sind. Sie alle stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten Österreichs oder sind regional vom Aussterben bedroht. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) werden in einem  außergewöhnlichen Naturschutzprojekt bis 2020 werden insgesamt rund 100.000 seltene Bäume und Sträucher in allen 121 Bundesforste-Revieren in ganz Österreich pflanzen. Insgesamt 35 verschiedene Arten – Nadel-, Laub- und Wildobstbäume sowie Blühsträucher – stehen auf dem Plan. Die ersten 20.000 Setzlinge wurden gleich nach Projektstart ausgepflanzt. Unzählige weitere sind inzwischen gefolgt.


© Bergmandl

Paradiesische Zustände im Himmelreich
Artenreiche Wiesen sind hochgradig gefährdet. Im Himmelreichbiotop bei Micheldorf gibt es sie noch, dank des Landschaftspflegevereins Bergmandl. Dort betreut und pflegt der Verein seit 2003 besonders artenreiche Wiesen. Wie vielfältig die Magerwiesen sind, die nicht gedüngt, aber jährich zum Teil mit der Hand gemäht und zusammengerecht werden, hat der heurige Tag der Artenvielfalt in OÖ gezeigt. Zwei Tage haben Fachleute dreizehn Hektar des „Geschützten Landschaftsteils Himmelreich“ und dessen Umgebung untersucht und Kostbarkeiten wie den Purpurschnellkäfer gefunden. Interessierte konnten bei Exkursionen das Gebiet und seine Besonderheiten hautnah erleben.


© LJVNoe

NÖ Wildökolandaktion: Hecken braucht das Land
Der NÖ Landesjagdverband fördert mit Unterstützung des Landes den nachhaltigen Ausbau von Naturhecken. In Kooperation mit den Grundbesitzern schaffen Jägerinnen und Jäger seit mehr als 50 Jahren in ganz Niederösterreich zusätzliche Deckung und Äsung für Wildtiere und geschützte Bereiche für Brut und Jungtiere. Gefördert werden Beratung und Planung sowie standortgerechtes Pflanzenmaterial für die Gehölzstreifen - vorausgesetzt die Hecke bleibt mindestens 20 Jahre erhalten.
Die Erfolgsbilanz lässt sich sehen: Insgesamt wurden mit in Summe 2,7 Mio Euro bisher rund 3,6 Mio. Bäume und Sträucher gepflanzt – zusätzlicher Rückzugsraum für das Wild und attraktiver Lebensraum für Vögel und Insekten.

© Sonneninsel

Blumenwiese für die Sonneninsel
SchülerInnen der 3m-Klasse des Salzburger Sport- und Musikgymnasiums haben bei einem Wettbewerb des Naturschutzbundes einen Geldpreis gewonnen. Mit diesem Geld haben sie nun für krebskranke Kinder, die sich in der Seekirchner „Sonneninsel“ erholen, eine schöne bunte Wiese und den Insekten einen neuen Lebensraum geschaffen. Unter fachkundiger Leitung von Gärtnermeister Franz Hönegger wurde der Oberboden der ca. 50 m² großen Fläche von vielen fleißig schaufelnden Schülern abgetragen, gegen einen mageren Boden ausgetauscht und mit Rechen planiert.  Anschließend wurde die Wiese eingesät. Der gleich nachher einsetzende Regen sorgte dann auch noch für eine ensprechende Bewässerung.


© Gries

Blühendes und summendes Wipptal
Im Wipptal will man den Wildbienen unter die Flügel greife und hat mit Natopia eine Initiative gestartet, bei der bis Ende 2018 Nisthilfen gebaut und angebracht werden. Daneben arbeitet man  v.a. mit Gemeinden und Schulen und will Gäste und Einheimische für Hummeln & Co sensibilisieren. Wissenschaftliche Begleitung soll mehr über Lebensweise und Vorkommen der Wildbienen bringen. Die Population von Wildbienen im gesamten Wipptal stärken - das ist das Ziel des Projektes, das vor rund einem Jahr gestartet wurde. Die Initiative soll auf die Bedürfnisse von Wildbienen in der Region aufmerksam machen und die Bevölkerung - allen voran die Kinder - dafür sensibilisieren.


© LUA

Vielfalt im Feld
Die Extensivierung einer ehemals landwirtschaftlich intensiv genutzten Fläche und Wiederherstellung einer artenreichen Glatthafer-Talwiese ist eine nicht ganz triviale Herausforderung. Die Tiroler Umweltanwaltschaft will gemeinsam mit der Grundbesitzerin in Going am Wilden Kaiser Blühflächen als Vernetzungselemente schaffen und prüft auf mehreren Flächen Methoden, wie das am besten umgesetzt werden kann. Dabei werden auf einer Fläche von etwa 2800 m² drei unterschiedliche Bodenvorbereitungs-Methoden (Übersaat, Starkstriegeln, Umbruch) und hochwertige standortgerechte Samenmischung getestet. Ziel ist es langfristig wieder eine reich blühende Wiese zu schaffen.


© Spielmann

Schule des Lebens Stmk: HIER gesundet NATUR
Marion Spielmanns Schule des Lebens Mensch-Natur-Kultur ist Bildungs-, Beispiel- und Demonstrationsprojekt für kooperative Zusammenarbeit mit der Natur, die Entwicklung nachhaltiger Lebensweisen, Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Biodiversitätsförderung und deren Zusammenhänge mit der Gesundheit des Menschen. Und für die Renaturierung von  8,5 ha gemeinschaftlich freigekaufter Flächen (ehemals Monokultur und Maisacker), die umwelt-freundlich bearbeitet werden und sich wieder frei entfalten können. Das  ca.10 ha große Natur-Areal in der Nähe von Weiz bietet nach Anpflanzen von über 1.000 Bäumen und Sträuchern vielen Pflanzen und Tieren einen geschützten Rückzugsort. In Blumen- und Feuchtwiesen, Teich und begrüntem Bach, einer wieder auflebenden Moorlandschaft und einer Wildnis-Hochstaudenflur, Feld und Garten sowie einer Pflanzenkläranlage tummeln sich Wild-Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, Amphibien, Libellen, Flusskrebse und viele Fledermäuse.

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